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    Die japanischen "Ama" sind ganz besondere Frauen. Sie 'Meerjungfrauen' zu nennen, wäre zwar romantisch, aber nicht ganz richtig. Denn die "Ama" heutzutage sind überwiegend bereits Großmütter: Seit Menschengedenken tauchen sie mit angehaltenem Atem vor Japans Küsten nach Meeresfrüchten. Ein wahrer Knochenjob! Kein Wunder, dass der Beruf selten geworden ist. ARD-Korrespondent Jürgen Hanefeld hat einige "Ama" besucht und sich mit ihnen über ihre ungewöhnliche Arbeit unterhalten.
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Musikunterricht und musische Bildung an Berliner Schulen – Positionspapier des LEA

 

In der Berliner Schullandschaft kommt es seit geraumer Zeit aus unterschiedlichen Gründen zu realen Reduktionen und zu Bedrohungen von musikalischen Angeboten. Dies wird seit einigen Jahren von verschiedenen Interessengruppen in steigendem Maße öffentlich thematisiert und kritisiert (siehe Stellungnahmen u.a. von Landesmusikrat, VDS, LEA und Deutschem Musikrat aus den Jahren 2007-2011). Diese Kritik hat bislang jedoch keinerlei konkrete Folgen gehabt. Stattdessen scheint die Aufrechterhaltung und Fortentwicklung eines Lehrangebots zu mus(ikal)ischer Bildung hinsichtlich Planung und Umsetzung weiter an Stellenwert bei den hierfür verantwortlichen Stellen zu verlieren – und dies obwohl gerade für Angebote gemeinsamen Musizierens und der hierfür notwendigen Instrumentalausbildung eine eindeutige Evidenz vorliegt, dass diese über das reine Vermitteln musikalischer Fähigkeiten und Kenntnisse hinaus positive Sekundäreffekte bewirken für Persönlichkeitsentwicklung, Leistungsfähigkeit und insbesondere ein sozialeres Schulklima (siehe u.a. Studien von H.G. Bastian et al. 2000, spezifisch zu den Berliner musikbetonten Grundschulen, und R. Schumacher et al. 2006). Angesichts stetig steigender Folgekosten für soziale Fehlentwicklungen stellt sich die Frage, warum eine Ausweitung schulischer musikalischer Angebote nicht endlich als Beitrag zu Integration und Gewaltprävention wahrgenommen und umgesetzt wird. Insgesamt stellt sich die Frage, warum es trotz allgemein positiver Grundhaltung zur musikalischen Bildung nicht gelingt, zu konkreten und verbindlichen Schritten zu kommen.

 


Auffallend ist, dass in dieser – oftmals mit großem emotionalen Engagement geführten – Diskussion vielfach unterschiedliche Problembereiche vermengt werden, was einer trennscharfen Analyse und einer realistischen, umsetzungsorientierten Forderungsentwicklung im Wege steht. Dies beginnt schon damit, dass viel zu schnell die Probleme der Musikschulen (und auch anderer vor- und außerschulischer Musikangebote wie z.B. die musikalische Früherziehung) mit jenen des Musikunterrichts an Schulen in einen Topf geworfen werden. Auch werden höchst unterschiedliche Zielsetzungen für eine Stärkung des Musikunterrichts im Allgemeinen und für einen Ausbau der instrumentalmusikalischen Angebote im Speziellen ins Feld geführt (von der Nachwuchsförderung für die Instrumentalberufe über die Förderung des künftigen Teilnehmers am kulturellen Leben bis hin zu Sozialeffekten durch gemeinsames Musizieren), die genau betrachtet völlig unterschiedlicher Lösungsansätze und Antworten bedürfen. Für den Schulbereich werden zuweilen grundlegende Probleme schulartenspezifisch, schulartenspezifische Probleme hingegen übergreifend diskutiert. Schließlich wird in der Argumentation gerne und unzulässigerweise das Angebot im Regelunterricht mit Angeboten bzw. Lösungswegen im freiwilligen schulischen Bereich (z.B. Arbeitsgruppen) „verrechnet“. Richtig wäre hingegen, jeden Aspekt für sich zu beleuchten, jeweils nach zeitnah realisierbaren Lösungsansätzen zu suchen und diese seitens der Senatsschulverwaltung und den bezirklichen Stellen übergreifend mit allen relevanten Interessensvertretungen verbindlich zu vereinbaren. Es gilt konkret, lieber den realistischen kleinen Schritt verlässlich zu tun, als beständig, aber folgenlos über große Sprünge zu reden!

 

Betrachtet man die Fragen und Probleme des Musikunterrichts und der mus(ikal)ischen Bildung an Schulen, so kann man diese etwa in 7 Problemfelder kategorisieren:

 

1. Stundentafel: Reduktion der Musikstunden / Problematik epochalen Unterrichts
Eine quantitative Reduktion des Angebots an musikalischer Bildung hat es unstrittig gegeben: Für die Sekundarschulen hat sich die Zahl der Musikstunden im Regelunterricht, verglichen mit dem Stand an Realschulen, verringert. Ähnliche Diskussionen hat es auch für andere Schulformen gegeben. Eine inhaltliche Begründung hierfür fehlt völlig; einzelne zum „Leuchtturm“ erhobene Beispiele des positiven Umgangs mit der Stundenreduktion und dem epochalen Unterrichten entheben die Senatsschulverwaltung einer Begründungspflicht.
Zudem bietet die als positive Gestaltungsform verkaufte Option des „epochalen Unterrichts“ ihre eigenen Probleme (z.B. hinsichtlich Zeugnisnoten, Lehrerausfall, pädagogischer Stringenz).


2. Stundenausfall / Fachlehrermangel
Auch beim in der Stundentafel vorgesehenen Musikunterricht gibt es einen erheblichen quantitativen Mangel: Das Fach Musik verzeichnet zusätzlich zu einem von der Senatsschulverwaltung nicht fachspezfisch zu beziffernden Stundenausfall (!) eine fachfremde Vertretungsquote von rund 25 % in den letzten zwei Schuljahren. In diesem Kontext ist als eine wesentliche Ursache der Rückgang an Lehrpersonal für das Fach Musik zu betrachten – über die letzten drei Jahre ist die Zahl von mangels geeigneter Bewerber nicht zu besetzenden Ausbildungsplätzen kontinuierlich gestiegen auf ein Maß, das die Zahl der jährlichen Neueinstellungen im gleichen Zeitraum übersteigt (siehe Mutlu, Kleine Anfrage im Abgeordnetenhaus vom Febr. 2010). Attraktivität des Berufs als (Schul-)Musiklehrer, Ausbildungs- und Einstellungszahlen sind vor dem Hintergrund des Stundenausfalls auf den Prüfstand zu stellen. Eine Anerkennung als „Mangelfach“, die helfen könnte, über qualifizierte Quereinsteiger akuten Mangel temporär zu beheben, sowie eine striktere Vorgabe, auch in einem solchen vermeintlich „kleinen“ Fach im Bedarfsfall für eine fachgerechte Vertretung zu sorgen anstatt Stundenausfall zuzulassen, sollten erwogen werden.

 

3. Mängel in der Qualität des stattfindenden Musikunterrichts
Nicht nur bei fachfremder Vertretung, sondern auch beim regulär erteilten „normalen Schul-Musikunterricht“ werden immer wieder gravierende qualitative Mängel bei der Unterrichtspädagogik in diesem Fach berichtet. Qualitätssicherung, geeignete Nutzung von adäquaten Werkzeugen, Medien und Anschauungsmaterial, Vermittlung von Freude an Musik und am Musizieren finden offenbar nicht immer hinreichend statt. Zu schlechten Ergebnissen tragen sicherlich auch räumliche und/oder Ausstattungsdefizite bei. Der zuweilen schlechte Ruf des durchgeführten Musikunterrichts richtet sich am Ende gegen diesen selbst – er wird argumentativ auch zur Begründung für Streichung von Stunden in der Stundentafel oder zur Bagatellisierung von fachfremder Vertretung verwendet. Insofern sollten die Schulmusiker selbst höchstes Interesse daran haben, sich aktiv an der Qualitätssicherung des stattfindenden Unterrichts sowie an der Formulierung und Kommunikation realistischer Unterrichtsziele zu beteiligen. Dabei ist es notwendig, sich einzugestehen, dass fachlich Mängel im Musikunterricht nicht ausschließlich die Vertretungen bzw. Unterrichtseinheiten durch Nicht-Schulmusiklehrer entstehen. Auch bei einigen Fachlehrern scheint es Schwierigkeiten bei der Vermittlung von musikalischer Bildung unter den real gegebenen Bedingungen (Schülerklientel, Gruppengrößen, instrumentelle und räumliche Ausstattung, geringe Bedeutungszumessung für ein Nebenfach mit geringer Stundenzahl u.a.) zu geben. Diesem Aspekt sollten Ausbildung und Qualitätssicherung in geeigneterer Weise als bisher Rechnung tragen. Mit Blick auf die vertretenden Nicht-Fachlehrer, insbesondere im Grundschulbereich, wäre zudem zu überlegen, inwieweit eine stärkere Ausrichtung der Lehrerausbildung auf musische Grundkompetenzen eingeführt werden könnte. Als ein Beispiel seien die obligatorischen musischen Scheine genannt, die die Lehrkräfte für die Primarstufe und die Sekundarstufe 1 an der früheren Berliner Pädagogischen Hochschule ablegen mussten. Insgesamt sollten die wenigen verbliebenen guten Lehrer unterstützt werden, die Quereinsteiger weitergebildet und in der Ausbildung neuer Referendare die musischen Grundkompetenzen gestärkt werden. Innerhalb des Schulbetriebs sollten die entsprechenden Fachkonferenzen bei der internen Qualitätssicherung vorangehen (z.B. durch methodischen Austausch und regelmäßige gegenseitige Hospitationen). Bei der Formulierung von Unterrichtszielen sollte den realen Machbarkeiten Rechnung getragen werden, zugleich darf aber nicht der Bildungsauftrag in diesem Fach zugunsten reiner Wohlfühlpädagogik („Musik als reine Erholungsstunde“) aufgegeben werden.

 

4. Unzureichende Konzepte für gemeinsames Erlernen und Ausüben instrumentaler Fähigkeiten
Über den „normalen“ Regelunterricht in Musik hinausgehend ist es das gemeinsame Musizieren im Ensemble (z.B. Chor, Orchester, Big Band etc.), das die eingangs erwähnten positiven persönlichen und sozialen Effekte bringt (siehe Konzept der musikbetonten Grundschulen, bei denen zwischen 70% und 80% der gesamten Schülerschaft am gemeinsamen, in den Stundenplan integrierten Instrumentalunterricht und Ensemblespiel teilnehmen). Vom reinen Regelunterricht bisheriger Form sind solche Effekte überhaupt nicht zu erwarten.
Hierfür fehlen in der Fläche allerdings derzeit jegliche Voraussetzungen, zumal die notwendige Instrumental- und Lehrerausstattung (Schulmusiklehrer und vertraglich eingebundene Instrumentallehrer von bezirklichen Musikschulen) sehr kostenintensiv ist. (Beispiel musikbetonte Grundschulen: zusätzliche 84 (!) Wochenstunden für das Musikangebot zzgl. teure Instrumentalausstattung, teils vom Schulträger, überwiegend von Eltern/Fördervereinen getragen)
Die Wunschvorstellungen und vermeintlichen Lösungsansätze stehen dem diametral gegenüber und müssen zielorientiert diskutiert werden – so u.a. die Forderung „Jedem Kind (s)ein Instrument“, die Stärkung und Kooperation mit Musikschulen, Ausbau musikbetonter (Grund-)Schulen, Schulen mit musischem Profil im Rahmen der Profilbildung gemäß Schulprogramm. Dabei stellt sich auch die Frage, inwieweit die in diesem Zusammenhang bestehende Palette von Angeboten diversester Art tatsächlich der Stärkung der musikalischen und sozialen Kompetenz unserer Schülerschaft auf breiter Basis dient oder als „Kultur der feierabendlichen Maximalforderungen“ eher in die Irre führt. Welche Maßnahmen sind als verbindliche und realistische Schritte zu einem Ausbau des instrumentalmusikalischen Angebots also konkret zu fordern?

 

5. Kooperation mit Musikschulen
Die stärkere Kooperation von Musikschulen wird sowohl von Seiten der Senatsschulverwaltung wie von den Interessensvertretern der Musikschulen gerne als Allheilmittel der Vermittlung der musischen Kompetenz verkauft. Sie darf allerdings weder als kompensatorischer Ersatz für nicht erteilten bzw. gar nicht erst im Stundenplan vorgesehenen Regelunterricht dienen, worauf auch der Deutsche Musikrat in seiner kürzlich veröffentlichten Resolution „Musik in Kindertagesstätte und Schule“ hinweist. Auch wird sie, allein im nachmittäglichen Freiwilligenbereich stattfindend, in der Regel nicht den o.a. erwünschten Gruppeneffekt bringen können. Gleichwohl wäre ein solcher Ausbau von Kooperationen sehr wertvoll beim Erweitern der Angebote zur Vermittlung musikalischer Bildung. Probleme bestehen hierbei in organisatorischen, finanziellen und vertraglichen Fragen (u.a. bezüglich der dringend zu fordernden integrativen Einbettung in die Stundenpläne und den Schulalltag über GEMA-Pflicht bis hin zur Vertragsgestaltung für Honorarkräfte und die notwendigen Sozialklauseln). Unterstützung durch Mustervorlagen und aktive Kompetenzvermittlung seitens SenBWF wie seitens der Musikschulen wäre zweckmäßig.


6. Grundproblem Schulzeitverkürzung an Gymnasien
Jedweder Stundenplanausweitung wie auch jedem freiwilligen Nachmittagsangebot steht die erfolgte Schulzeitverkürzung an Gymnasien um ein Schuljahr mit der entsprechenden Verdichtung der Lehrinhalte und der Aufstockung der Stundenpläne im Wege. Dies tangiert auch die außerschulische Nachfrage nach musischer Bildung an den Musikschulen wie im privaten Bereich (ebenso wie andere Bereiche des außerschulischen Engagements).
Wer musische Bildung möchte, muss sich hierfür auch Zeit nehmen können. Das gilt umso mehr, je weniger auf andere Curriculumsinhalte zugunsten einer Aufwertung der musischen Kompetenzen verzichtet werden soll. Eine zumindest fakultative Abkehr von der Schulzeitverkürzung von 13 auf 12 Gymnasialjahre erscheint (auch) in diesem Kontext empfehlenswert.
Gleichwohl darf eine Forderung nach Rücknahme der Schulzeitverkürzung nicht dazu führen, dass auch im bestehenden Schulbetrieb notwendige und mögliche Verbesserungen in kleinen Schritten für Fach Musik nicht zeitnah angegangen werden.

 

7. Fehlendes musikalisches Schulklima
Neben allen quantitativen und qualitativen Aspekten des Musikunterrichtsangebots selbst ist die bereits erwähnte Einbettung in den Schulalltag von entscheidender Bedeutung für ein gelungenes Vermitteln musikalischer Bildung. Stundenpläne müssen musische Angebote zulassen und begünstigen, das Schulklima sollte für die musischen Ambitionen von Lehrern und Schülern stimulierend statt erstickend wirken. Aufführungen und die beteiligten Akteure aus Lehrer- und Schülerschaft sollten aktiv unterstützt werden. Auch Schulleitung und Nicht-Musiklehrer sollten ihren Teil zu einem reichhaltigen musi(kali)schen Schulleben beitragen, z.B. bei Beaufsichtigungen, Instrumententransport, Begleitungen zu externen Veranstaltungen. Kooperationen zwischen verschiedenen Schulen mit komplementären Angeboten auf diesem Feld sind dringend zu beleben und auch seitens der Senatsschulverwaltung fördernd (und fordernd) zu begleiten, insbesondere an solchen Schulen, die eine zusätzliche Mittelzuweisung für musisches Arbeiten erhalten.
Insbesondere ist die fachübergreifende Kooperation der musischen Fächer (Musik, Kunst, Darstellendes Spiel) untereinander aber auch mit anderen Fachbereichen zwingend und verbindlich zu fördern, um die innerschulische Quervernetzung zu stärken und die musische Bildung auch in anderen inhaltlichen Kontexten zu stärken. Dies kann z.B. im Rahmen von Projektwochen / jahrgangs- und fachbereichsübergreifenden Projekten geschehen. Dabei dürfen und können solche Kooperationen nie den Bildungsauftrag der einzelnen musischen Fächer ersetzen, sondern diese nur ergänzen. Wichtig ist jedoch, dass die gesamte Schule ihren Auftrag begreift, übergreifend zur musischen Bildung der Schüler beizutragen und damit eine Grundlage für die kulturelle Weiterentwicklung unserer Gesellschaft zu legen.
Vor dem Hintergrund dieses Problemaufrisses fordert der LEA alle Beteiligten und Verantwortlichen – die verschiedenen Verbandsvertreter von Lehrerverbänden und Musikschulen sowie insbesondere die zuständigen Verwaltungen auf Landes- und Bezirksebene – auf, zeitnah verbindliche gemeinsame Gespräche im Rahmen eines „Runden Tisches“ aller Beteiligten zu führen, um konkrete Maßnahmen zu diskutieren und zu beschließen und deren Umsetzung verbindlich einzuleiten. Die AG Musik & Kunst des LEA wird hierzu auf die genannten Ansprechpartner zugehen und zu entsprechenden Gesprächen einladen.

 


------ - für die AG Musik & Kunst des LEA -
Berlin, 24. Februar 2012, Sebastian Claudius Semler ― unter Einbeziehung von Kommentaren von: Dr. Hubertus Glaser, Christine Irscheid (BSB Charlottenburg-Wilmersdorf), Dr. Sven Hasche (BEA Tempelhof-Schöneberg)
Quellen / Literaturverweise:
1. Deutscher Musikrat: Resolution „Musik in Kindertagesstätte und Schule“ (Oktober 2011)
2. Landesmusikrat Berlin: Wahlprüfsteine des Landesmusikrates Berlin zur Musikalischen Bildung. Fragen – Forderungen – Stellungnahmen. (Juni 2011)
3. Landesmusikrat Berlin: Runder Tisch Musikalische Bildung – Resolution zur Zukunft der Musikalischen Bildung in Berlin (Juli 2011)
4. Landesmusikrat Berlin: Die Lage der Musikalischen Bildung in Berlin 2010. Bestandsaufnahme und Forderungen. (Juni 2010)
5. Landesmusikrat Berlin: Runder Tisch Musikalische Bildung – Resolution zur Zukunft der kommunalen Berliner Musikschulen. (Nov. 2009)
6. Landesmusikrat Berlin: Positionspapier des Präsidiums des LandesMusikRates Berlin zur musikalischen Bildung. (Febr. 2007)
7. Verband Deutscher Schulmusiker e. V. (VDS): Stärkung des Musikunterrichts statt Abbau. [Offener Brief an SenBWF Prof. Dr. Jürgen Zöllner] (Febr. 2010)
8. Abgeordnetenhaus Berlin: Musikunterricht und Kulturelle Bildung an Berliner Schulen. Kleine Anfrage des Abgeordneten des Abgeordneten Özcan Mutlu (Bündnis 90/Die Grünen) vom 05. Februar 2010 und Antwort von StS Claudia Zinke vom 17. März 2010. Drucksache 12/14 093.
9. Anfrage zur aktuellen Stunde im BEA Tempelhof-Schöneberg von S.C. Semler (stellv. BEA-Vorsitzender) vom 08.06.2010 und Antwort von Schulrat J.-R. Grötzner (SenBWF, Außenstelle Tempelhof-Schöneberg) vom Juli 2010 zum Thema Musikunterricht an Berliner Schulen.
10. Antonia Ziesche: Erweiterter Musikunterricht und seine Transfereffekte – am Beispiel der Langzeitstudie „Musik(erziehung) und ihre Wirkung“ von Hans Günther Bastian. Modularbeit, Seminar Allgemeine Grundschulpädagogik, FU Berlin / FB Erziehungswissenschaft und Psychologie (SS 2009)
11. Hans Günther Bastian: Musik(erziehung) und ihre Wirkung – Eine Langzeitstudie an Berliner Grundschulen, Mainz, Schott Musik International (2000).
12. Hans Günther Bastian: Kinder optimal fördern – mit Musik. Intelligenz, Sozialverhalten und gute Schulleistungen durch Musikerziehung. Mainz, Schott Musik Verlag (2001)
13. Ralph Schumacher et al.: Macht Mozart schlau? Die Förderung kognitiver Kompetenzen durch Musik. BMBF, Berlin (2006)
14. Antje Valentin, Matthias Flämmig, Hubert Draegert, Angelika Maillard-Städter, Regine Schultz-Greiner, Michael Hoffmann, Frank Kiepert-Petersen, Sebastian Claudius Semler: Fragen und Antworten zur Musikbetonung. Fakten und Argumente zu den musikbetonten Grundschulen in Berlin. Positionspapier der „Initiative Musikbetonte Grundschulen“. Berlin (2007)
15. Expertengruppe zur Qualitätsentwicklung und –sicherung an Grundschulen mit musikbetonten Zügen (Antje Valentin, Thomas Clamor, Catrin Gocksch, Christian Harnischmacher, Frank Reinecke) c/o Landesmusikakademie Berlin: Bericht über Musikbetonte Grundschulen. (Febr. 2010)
16. Expertenkommission musikbetonte Grundschulen: Pressemitteilung. Erfolgsmodell Musikbetonte Grundschule bestätigt. Landesmusikakademie Berlin (Apr. 2010)
17. Angelika Maillard-Städter: Musikbetonte Grundschulen in Berlin – Erfahrungen aus 30 Jahren. (März 2009)
18. Regine Schultz-Greiner, Bernd Zingsem: Musikbetonte Grundschule – Modelle für Kooperationen. Musikschulkongress ’09. Verband deutscher Musikschulen (VdM), Bonn (Mai 2009)
19. Landeselternausschuss Berlin: Beschlüsse des Landeselternausschusses vom 14. April 2008. II. Erhaltung der musikbetonten Grundschulen und weiterer Schwerpunktschulen in Berlin. (April 2008)
20. Ministerium für Bildung, Jugend und Sport des Landes Brandenburg, Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Sport Berlin, Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur Mecklenburg-Vorpommern: Rahmenlehrplan Grundschule – Musik (2004)
21. Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Sport Berlin: Rahmenlehrplan für die Sekundarstufe I – Musik (2006)
22. Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Sport Berlin: Rahmenlehrplan für die gymnasiale Oberstufe – Musik (2006)
23. Leistungs- und Qualitätsentwicklungsbericht Musikschulen gemäß § 124 (4) Schulgesetz für Berlin (2008